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Wohin die Reise auch geht, hängt nicht davon ab, woher der Wind weht, sondern wie man die Segel setzt!

Mal überlegen... als meine keramische Reise begann, war mir nicht klar, dass ich 2013 eine eigene kleine, die kleinste Werkstatt Bayerns, haben werde.

Meine erste Berührung mit Ton war, wie so fast bei jedem möchte ich behaupten, in der Schule. Ohne mir groß einen Kopf zu machen erledigte ich die gestellte Aufgabe im Kunstunterricht und hakte das Kapitel ab. In meinem fünfzehnten Lebensjahr musste ich mich wohl oder übel mit den Gedanken anfreunden – was will ich, was soll ich, was kann ich nach der Schule machen?!

Ganz ehrlich, ich hatte keine Ahnung. Letzten Endes blieb mir keine Wahl. Einen Ausbildungsplatz als Photografin, Arzthelferin, Elektrikerin, Mechatronikerin bekam ich nicht und machte deshalb die Aufnahmeprüfung an der Staatlichen Keramikfachschule in Landshut. Für mich stand fest, dass ich auf jeden Fall die Ausbildung mache, wenn ich den Test bestand. Und siehe da, ich wurde eingeladen die Ausbildung zur Keramikerin im Jahr 1999 zu beginnen. Durch die Unterstützung meiner Eltern war es mir möglich nach meiner bestandenen Gesellenprüfung 2002, zwei weitere Jahre in Landshut anzuhängen und meinen Keramikmeister zu machen.

Gerade mal 21 Jahre jung und ich wurde auf die Wirtschaft los gelassen.

Ziemlich schnell merkte ich, dass der Bedarf an Keramikerinnen im Handwerk nicht so groß war wie ich gehofft hatte. Nach drei Monaten Arbeit suchen kam der erlösende Anruf aus Eckental. Im November 2004 fing ich bei Stadler & Doerfler Kachelofenbau als Keramikmeisterin an. Bei Seyffarth Keramik in Creußen durfte ich ab dem Jahr 2006 bis 2009 tätig sein. Von 2009 bis 2011 kam ich nicht mal in die Nähe von Ton oder auch nur Tonstaub, da ich während dieser Zeit die Ausbildung zur Versicherungsfachfrau bei der Zurich Filialdirektion Martina Deller-Bezold in Gösseldorf machte und zwei weitere Jahre bei Ihr beschäftigt sein durfte. Im Jahr 2012 war ich für 6 Monate auf der Melköde-Alp im Kleinwalsertal um als Hauswirtschafterin die Alpleute zu versorgen und um in der Gastwirtschaft zu helfen. Seit dem Jahr 2013 bin ich der Zurich Geschäftsstelle Holger Heinlein in Wickendorf sehr dankbar in meiner Heimat einen Arbeitsplatz gefunden zu haben, der es mir ermöglicht die 7Ideenwerkstatt als Keramikmeisterin Nebenberuflich zu führen.

All das ist ohne die Unterstützung meiner Familie nicht möglich! Ein großes Dankeschön an alle die mich bisher unterstützt und an mich geglaubt haben! Meine keramische Reise geht weiter. Zur Zeit sind Workshops geplant, welche ich an der ARNIKA-AKADEMIE in Teuschnitz im Herbst 2016 anbiete.  Es ist einfach klasse mit dem Material zu arbeiten und immer wieder aufs neue Projekte zu starten! Es bleibt nach wie vor spannend und ich freu mich rießig auf die zukünftigen Herausforderungen!

Leben passiert während du eifrig dabei bist ander Pläne zu machen! Im Frühjahr 2017 werde ich zum zweiten Mal Mama und setze deswegen meine keramischen Prioritäten erstmal zurück um Babypause zu machen und um mich ganz meiner Familie witmen zu können. Nichts ist wichtiger als die Menschen, die man liebt!